Fahrplanlos

Unimog Restauration Teil 1 – Mögen die Spiele beginnen!

Nach langem Hin und Her haben wir uns nun doch von unserem Landy getrennt.

Im Juli war es soweit, Bye Bye treuer Gefährte, du wirst uns immer in Erinnerung bleiben! Zum Glück ist er nicht weit weg, nämlich in Dachau, wo er grundsaniert wird und bald wieder zu neuen Reiseabenteuern aufbrechen darf!!

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Nach ebenso langem Hin und Her haben wir im Mai endlich ein Zuhause für unseren Unimog gefunden. Auf einem Bauernhof in Diedorf, 10km entfernt von Augsburg, hat Klaus ein paar Garagen zu vermieten. Wir hatten Glück und konnten eine Doppelgarage bekommen. Im Moment reicht uns der Platz noch, wenn allerdings erstmal der Aufbau soweit ist, müssen wir leider umziehen… denn dann ist die Garage zu niedrig.

 

Glück hatten wir auch mit der Familie auf dem Bauernhof… Es gibt nichts, was es nicht gibt. Von Werkzeugen über Verlängerungsstangen und Holzbalken, vom Starkstorm-Hochdruckreiniger und Hochleistungsmetallkreissäge bis zum großen FENDT-Frontlader gibt es alles was das Schrauberherz begehrt.

Nach dem wir es uns häuslich eingerichtet hatten ging es auch schon los. Wie gesagt gibt nichts was es nicht gibt und so wurde kurzerhand der Frontlader zum Lastenkran umfunktioniert um den “alten Koffer” vom Unimog zu scheiden. Ursprünglich war geplant diesen durch ein Zeltaufstelldach zum Wohnkoffer umzubauen, doch der durchdringende Rost im tragenden Rahmen ließ uns andere Pläne schmieden…

Der alte Aufbau steht nur der Diedorfer Jugend als “Bauwagen” zur Verfügung.

Die nun zum Vorschein gekommene und an den Sanitätsaufbau geschweißte Drei-Punkt-Langerung wurde von Bernd fachmännisch abmontiert (wobei “abmontieren” eher in schweißtreibende, funkensprühende Flex-Arbeit meint). Dieser wird nach Sanierung wiederverwendet.

 

Von nun an gings ans Eingemachte… An vielen Wochenenden wurde aus einem Unimog, viele kleine Unimogs… in Schachteln und Kartons, in Regalen und auf Tischen, in Boxen und in Tüten. Alles schriftlich festgehalten…
Wenn wir diese sorgfältig geführte Liste verlieren, dann Prost Mahlzeit!! :P

Wiedermal kam uns nach gemachter Arbeit, Klaus’ Frontlader zur Hilfe. Das Fahrerhäuschen musste runter um den Motor besser begutachten zu können und um den Allgemeinzustand von Rahmen und Co. einzuschätzen.

Einen ganzen Nachmittag verbrachten wir mit einem Kärcher und verschiedenen Mittelchen und versuchten Rahmen und Motor sauber zu bekommen… mit mittelmäßigem Erfolg. Und so fanden wir heraus das auch der Motor Pflege braucht. Dieser wird in Kürze von der Firma Sturm in Affing abgeholt. Er muss neu abgedichtet werden, denn die undichte Dichtung der Kurbelwelle hat den ganzen Motorraum süffig und schmierig gemacht.

Nachdem das Fahrerhaus nun auf einer Euro-Palette verladen war, der Unimog soweit geputzt und alle Teile gesammelt und sortiert waren, war Denkarbeit angesagt. Wo sollte die Fahrerkabine Restauriert werden? Würden wir den Rahmen selbst professionell herrichten können und was passiert mit all den Anbauteilen?

 

Viele Überlegungen später kamen wir, unter einbeziehung vieler Meinungen, zu dem Entschluss nun doch all die “große” Arbeit abzugeben. Und zwar gleich nach nebenan. Die Firma Theiml in Gersthofen soll unser neuer Partner werden. Theiml ist ein Spezialbetrieb für Sandstrahlen und Lackierarbeiten. Dort wird unser Unimog nun hergerichtet:

  • das Fahrerhäuschen wird sandgestrahlt und lackiert. Zudem wird uns Herr Theiml bereits unseren Durchgang ausschneiden und einen neuen Rahmen einschweißen.
  • einzelne Anbauteile wie Luftfilter, Staukästen, Kotflügel, Reseverradträger etc. werden sandgestrahlt und von einer Partnerfirma pulverbeschichtet.
  • und auch den Rahmen wird die Firma Theiml auf Vordermann bringen. Dieser wird entrostet, angeschliffen und neu lackiert.

 

Soweit so gut dachten wir… nun hatten wir nur noch eine entscheidende Frage zu beantworten: Welche Farbe soll er bekommen?
Auf dem Globetrotter Treffen in Passau konnten wir Ideen sammeln. Wir schoben Farbcodes hin und her, googelten uns die Finger wund… Letztendlich blieben wir an einer Farbe hängen:

Er wird Kieselgrau. (Oder doch Beige?)

 

6 thoughts on “Unimog Restauration Teil 1 – Mögen die Spiele beginnen!

  1. Liebe Julia, lieber Bernd,
    alle Achtung Ihr packt das ja gründlich.
    Zur Farbe. Beige ist schöner, aber grau verschwindet besser in der Landschaft und man wird am Übernachtungsplatz fast unsichtbar.
    Liebe Grüße,
    Renate und Horst

  2. Liebe Julia, lieber Bernd

    scheinbar haben euch Renate und Horst Pritz den Unimog nicht ausreden können.-

    Richtig so!

    Alles Gute für dieses Projekt! Lasst euch nicht entmutigen.

    Die Belohnung ist euch sicher!

    Gruß
    Heinz Freese

  3. Hallo Julia, hallo Bernd,

    habe den link zu Euch von Jürgen und Melli bekommen. Da habt Ihr Euch ja ein schönes Projekt ausgesucht mit gaaaanz viel Arbeit. Wie weit seit Ihr denn schon?
    Bau auch gerade ein Expeditionsmobil auf. Meinen GFK-Koffer hat auch der Theimel lackiert…

    LG Stefan

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